Die Wächter der Goitzsche – Anatol Herzfeld

Eine Hommage an das frühzeitige, beispielhafte Wirken des anhaltinischen Fürsten Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau findet sich im Werk des Düsseldorfer Künstlers Ana-tol Herzfeld wieder.

Der anhaltinische Fürst verwirklichte im 18. Jahrhundert humanistische Ideale bürgerlicher Aufklärung. Er setzte seine Visionen von der Einheit aus Garten- und Parkgestaltung, Archi-tektur sowie ökonomischen, sozialen und pädagogischen Anliegen in die Tat um. Das Dessau - Wörlitzer Gartenreich mit den Wörlitzer Anlagen zeugt noch heute von seinem dauerhaften Wirken.

„Die Wächter der Goitzsche“ sollen über die ökologisch akzentuierte Neuformung der Tage-baulandschaft wachen. Zehn 2,1 0 Meter große Eisenkerle, mit rotem Brustschild und roten Fahnen ausgestattet, sind um einen großen Findling aus dem Tagebau postiert, der die In-schrift "Franz" trägt.

Um die Wächter herum hat der 70jährige Künstler einen Kreis aus etwa 70 kleinen Findlingen gruppiert, die wiederum ganz besondere Botschaften übermitteln sollen. Mit der Hilfe von Kindern aus der Sekundarschule Holzweißig, die Bilder für die Wächter von ihrer Heimat und von ihrem Alltag malten, entstanden Motive, die Herzfeld dann gemeinsam mit einem Stein-metz in die Findlinge meißelte.

Diese Botschaften und Bilder der Kinder werden noch in ferner Zukunft von der Verwand-lung des Ortes und der Landschaft erzählen.

Die Figuren und Findlinge stehen am Paupitzscher Eck, nahe dem Paupitzscher See, der auf natürliche Weise der Renaturierung überlassen wird.

Von der Aussichtsplattform in unmittelbarer Nähe haben Sie eine herrliche Sicht über den Paupitzscher See. Umweit von der Südkehre befindet sich das „Paupitzscher Kreuz“. Es soll an den der Kohle zum Opfer gefallenen Ort Paupitzsch erinnern.