Schwimmende Steine - Nadia Schmidt


Es war die Farbigkeit der Goitzsche, die Nadia Schmidt auf ihre Idee der „Schwimmenden Steine“ brachte. Die vielen unterschiedlichen Farben des Bodens und des Wassers sind etwas für die Goitzsche ganz Typisches. Diese Farbigkeit der Landschaft würde mit der Goitzscheflutung verloren gehen. Die „Schwimmenden Steine“ sollen die Goitzschefarben auch für kommende Generationen erlebbar machen. Dazu wurden Steine aus dem Abraum des Tagebaus nach Farben ausgelesen und sortiert. Auf mehreren quadratischen Pontons mit einem Ausmaß von 6 x 6 m schwimmen die Steine auf der Goitzsche. Die farbige, lose angeordnete Flotte ist den Wasserbewegungen, Witterungen und Lichtverhältnissen ausgesetzt. Sie verbinden somit Kunst und Funktion: die Inseln sind auch Wellenbrecher zum Schutz der Uferlinien.

Während des Hochwassers vom Sommer 2002 wurden die Steinfelder aus ihren Verankerungen gerissen und in unterschiedliche Richtungen abgetrieben, so dass sie an weit auseinander liegenden Stellen am Goitzscheufer angeschwemmt wurden. In der Verantwortung des För-dervereins Goitzsche e.V. wurden die Pontons im Sommer des Jahres 2004 repariert und erneut mit Steinen aus der Goitzsche belegt. Das Wiederaufbringen der Steine auf die Pontons wurde von Schülern zweier Förderschulen - der Sonnenlandschule Wolfen und der Schule an der Kastanie Bitterfeld - im Rahmen von Projekttagen im September 2004 durchgeführt. Am 6. November 2004 wurden die „Schwimmenden Steine“ vor dem Südwestufer der Halbinsel Pouch verankert und fanden damit ihre endgültige Position. Sie bilden heute wieder einen Glanzpunkt unter den Landschaftskunstwerken der Kulturlandschaft Goitzsche.