Pegelturm und Seebrücke - Prof. Wolfgang Christ

Als Landmarke und Symbol für die sich verändernde Landschaft ringsum wurde ein Seezeichen gesetzt.

In der Bucht zwischen ehemaliger Papierfabrik und dem Flutungsbauwerk Mühlbeck steht in Sichtweite zur Halbinsel Pouch an der B100 der Pegelturm, entworfen vom Architekten Prof. Wolfgang Christ (Weimar) und dem Ingenieur Prof. Dr. Bollinger (Frankfurt/Main).

Der Turm ist über eine 200 Meter lange Seebrücke zu erreichen. Das Besondere an diesem Bauwerk: Turm und Brücke sind auf Pontons befestigt und schwimmen auf der Wasserfläche. 24 Pontons aus glasfaserverstärktem Kunststoff bilden die Glieder der schwimmenden Brücke, die mit Holzbohlen belegt ist. Die Brücke ist nicht, wie man es von vielen bekannten Brücken der Ostseebäder kennt, auf langen Stützen aufgestelzt, sondern nur auf einer Seite durch gleitende Stahlträger an 24 Betonpfählen verankert. Die Pontons schwimmen mit dem aufsteigenden Wasser, an den Pfählen gesichert nach oben. Der Pegelturm gleitet dabei auf einem Dorn, der an einem Fundament verankert ist. 293 Stufen einer Wendeltreppe führen hinauf zur Aussichtsplattform des Turmes und wieder herunter. In 26 Metern Höhe über dem Wasserspiegel bietet sich ein herrlicher Panoramablick über die neugestaltete Bergbaufolgelandschaft Goitzsche.

Ein feines, massives Stahlnetz hüllt den Pegelturm ein und bietet die nötige Sicherheit beim Erklimmen der Stahlkonstruktion. Der Besucher hat das Gefühl, auf der Wendeltreppe im Freien zu stehen.