Lucretius Place

Am Übergang vom Bitterfelder Stadtwald in den Goitzschewald links des Weges wurde am 3. Dezember 2008 die Installation „Lucretius Place“ der Öffentlichkeit übergeben.
Es handelt sich dabei um ein bereits zur Expo 2000 angedachtes Projekt der Arbeitsgruppe um Prof. Leenhardt und Heike Brückner. Auf einer quadratischen Kiesfläche wurden paarweise 10 Betonplatten eingelassen, die mit „10 Begriffen aus der Natur“ beschriftet werden. Die lateinische Worte bilden jeweils ein Paar von Gegensätzen. Der Philosoph Lucretius soll diese Begriffe ursprünglich benutzt haben. Der Besucher von „Lucretius Place“ soll angeregt werden, über seine Stellung als Mensch in der Natur zu reflektieren. Die Ambivalenz des menschlichen Verhältnisses zur Natur ist seit der Antike immer mit den widersprüchlichen Begriffspaaren belegt worden, die sich in „Lucretius Place“ wieder finden. Es handelt sich im Einzelnen um:

OTIUM FUROR (Ruhe – Maßlosigkeit)
VENUSTAS TERROR (Anmut – Schrecken)
AMOENITAS HORROR (Lieblichkeit – Furcht)
SALUBRITAS VITIUM (Wohlsein – Schaden)
JUCUNDITAS MOESTITIA (Lust – Traurigkeit)

Der Förderverein Goitzsche e.V. hat dieses Vorhaben gemeinsam mit Prof. Leenhardt und Heike Brückner sowie mit Unterstützung der BQP mbH und der ARGE SGB II Landkreis Anhalt-Bitterfeld realisiert.