Kuratorium

Mit der Beendigung der Arbeit der Kunstkommission erfolgte am 19.12.1997 die Konstituierung des Kuratoriums Kulturlandschaft Goitzsche in Trägerschaft der Expo Sachsen – Anhalt GmbH. Ihm gehörten 19 Mitglieder aus Deutschland (sechs aus der ehemaligen Kunstkommission), Frankreich, Italien und Spanien an. Das Kuratorium knüpfte nahtlos an die Tätigkeit der Kunstkommission an und veranlasste in Wettbewerben und Workshops mit internationalen Künstlern die Entwicklung von Ideen und Konzepten für die Gestaltung der Kulturlandschaft Goitzsche. Die im Ergebnis dieses Prozesses vorgelegten Entwürfe wurden nach der Bestätigung durch das Kuratorium und den erforderlichen Abstimmungen über die Durchführbarkeit umgesetzt. So entstanden im Laufe der Jahre die Kunstwerke auf der Halbinsel Pouch, der Pegelturm mit Seebrücke an der Bitterfelder Wasserfront und die Wächter der Goitzsche in der Holzweißiger Seenplatte. Nicht realisiert worden sind bisher die Projekte Goitzschewald, Südostraum der Goitzsche sowie der Aussichtspunkt „Bitterfelder Bogen“ auf dem Bitterfelder Berg.

Zu Beginn des Jahres 2002 wurde durch den Landkreis Bitterfeld erneut ein Kuratorium Kulturlandschaft Goitzsche berufen, das in Trägerschaft des Landkreises als Beratungsgremium hinsichtlich der Realisierung der konkreten künstlerischen Ausdrucksformen und Gestaltungsmittel innerhalb der Landschaftsentwicklung unter ästhetischen, sozialen und ökologischen Gesichtspunkten fungiert. Damit hat sich der Landkreis Bitterfeld auch für die Zukunft des Sachverstandes und des internationalen Expertenwissens der Kuratoren gesichert.

Entscheidender für die weitere Entwicklung der Kulturlandschaft Goitzsche wird aber das Engagement der Bürger der Region sein. Nur wenn die Bevölkerung sich des einmaligen Schatzes, den die Goitzsche für die Region darstellt, bewusst ist und auch willens ist, sich diesen Schatz zu eigen zu machen und aktiv zu seinem Glanz beizutragen, hat die Kulturlandschaft Goitzsche eine wirkliche Zukunft.