Hügel und 49 Haldenkegel - Marc Babarit und Gilles Bruni

Die für die Bergbaulandschaft typischen Abraumflächen in Kegel- und Hügelform haben die Franzosen Marc Babarit und Gilles Bruni aufgegriffen.

Sie verstehen das Tagebauloch als letzten Teil der dynamischen Geschichte mit den Erinnerungen an mühevolle und intensive Aktivität, die nun der Vergangenheit angehört und der Fülle des Wassers weicht. Die bis zu 12 Meter hohen Hügel und Kegel bilden einen Kontrast zur neuen ebenen Oberflächenform des Wassers.

Auf insgesamt 15 ha lebt dieses Landschaftsbild auf der Halbinsel Pouch wieder auf.

Die Oberflächen der Kegel werden mit den bergbautypischen Farben der Erde, wie dem gelben Goitzschesand, der Kohle und Rückbaumaterialien versehen. Die Hügel sind mit kunstvoll arrangierten Eisenschrottteilen ehemaliger Tagebaugeräte verziert und teilweise begrünt. Um einige Erhebungen sind auch treppenartig Betonschwellen von Grubenbahnschienen gelegt.

Für die Ewigkeit sind die Werke nicht gedacht. Die künstlich geschaffenen Erinnerungen an den Bergbau werden auf natürliche Weise durch die Witterung innerhalb der nächsten Jahrzehnte abgeschliffen. In 30 Jahren lassen sich diese Kunstwerke nur noch erahnen.