Die Haut - Hartmut Renner

Im nördlichen Bereich der Halbinsel Pouch bekam das Ufer eine Patchworkhaut.

Hartmut Renner aus Halle beschäftigt besonders die sensible Wahrnehmung von Räumen und Strukturen. Die Gestalt der Goitzschelandschaft wurde mehrmals verändert, ähnlich einem künstlichen Häutungsprozess. Landschaft wurde nun zum Gegenstand der Kunst, ihre Haut soll die Geschichte an Vergangenes wach halten.

Etwa 30 farblich und vom Material her unterschiedliche Flächen werden diesem Erinnerungsprozess gerecht werden.

Kahle Flächen bilden einen Kontrast zu bewachsenen Flächen, Baumgruppen und Sträucher erzeugen Wellen, eine Gleisschotterfläche reiht sich an typische Pflanzen der Landschaft. In einem Feld sollen Schienen als Pfähle in den Boden gerammt vor sich hinrosten und an die Spuren des Eingriffs durch den Bergbau erinnern.

Diese Bilder aus den farbigen und plastischen Strukturen von Pflanzen, Erden und Steinen, sollen den Blick für Schönheit und Einzigartigkeit dieser Landschaft schärfen, aber auch die Wahrnehmung der Folgen sensibilisieren, die sich aus menschlichem Handeln gestern und heute ergeben, so der Künstler Hartmut Renner.

Teile dieses flächenmäßig größten Landschaftskunstwerkes auf der Halbinsel sind von der B100 zwischen Mühlbeck und Pouch gut zu erkennen.